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Landesbank Berlin Holding AG legt vorläufige Eckwerte (IFRS) für das Geschäftsjahr 2009 vor

Berlin, 23. Februar 2010
  • Konzern verdient 339 Mio. Euro vor Steuern
  • Position im Wettbewerb weiter verbessert
  • Höhere Risikovorsorge im Kreditgeschäft 
  • Dividendenzahlung wird wieder aufgenommen
  • Rücklagen werden gestärkt

Die Landesbank Berlin Holding AG hat im schwierigen Geschäftsjahr 2009 ihre Positionen im Wettbewerbsumfeld  gestärkt. Bei wesentlichen Kennziffern konnte die Bank zulegen. Nach den heute vorgelegten vorläufigen Zahlen schloss der Konzern das Geschäftsjahr mit einem deutlich positiven Ergebnis ab. Das operative Ergebnis vor Steuern erreichte rund 339 Mio. Euro (2008: 9 Mio. Euro) und konnte damit wieder an das Niveau vor der Finanzkrise anknüpfen. Nach Steuern lag das vorläufige Ergebnis bei 272 Mio. Euro. Der Vorstand wird vorschlagen, 140 Mio. Euro als Dividende auszuschütten.

Der Vorstandsvorsitzende der Landesbank Berlin, Dr. Johannes Evers, sagte: „2009 war für die Finanzwirtschaft das Jahr drei der Finanzkrise. Die LBB konnte sich in diesem schwierigen Marktumfeld gut behaupten. Insbesondere bei den Kunden vor Ort sowie in der Zusammenarbeit mit den Sparkassen konnten wir Erfolge erzielen.“ Aber noch sei die Finanzkrise nicht überwunden. Deshalb werde die LBB weiter mit großer Umsicht und Vorsicht agieren. Auch vor diesem Hintergrund wird aus dem positiven Ergebnis sowohl die Kapitalbasis gestärkt als auch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung für angemessen erachtet.

Die LBB hat auch 2009 von der Kombination aus erfolgreichem Kundengeschäft, einer konservativen Risikopolitik und einer hohen Kostendisziplin profitiert. Das Geschäftsmodell des Konzerns hat sich erneut als ausgewogen, tragfähig und profitabel erwiesen. Krisenbedingte Schwankungen in einzelnen Segmenten konnten ausgeglichen werden. Zudem trugen Wertaufholungen zum positiven Ergebnis bei. Evers hob das Kundengeschäft der Bank hervor, das in den vergangenen Jahren systematisch gestärkt wurde. „Unsere Geschäftsbasis ist gesund, nachhaltig und ausbaufähig.“

Im Sinne konsequenter Kundenorientierung hat die Bank im Jahr 2009 wesentliche Weichen gestellt. Im wettbewerbsintensiven  Berliner Markt für Privatkunden konnten netto fast 27.000 Neukunden gewonnen werden. Für 2010 kündigte Evers weitere Verbesserungen in der Kundenbetreuung an: „Die Ansprüche der Kunden verändern sich, darauf stellen wir uns ein - bei der Beratung, den Produkten und auch den Strukturen. Für diese strategische Herausforderung haben wir bereits 2009 wichtige Weichen gestellt.“

Das Firmenkundengeschäft hat sich im Berichtsjahr erfreulich entwickelt. Trotz intensiven Wettbewerbs- und Margendrucks und bei sorgfältiger betriebswirtschaftlicher Prüfung jeder einzelnen Kreditvergabe konnte die Bank ihre Position in der Region mit netto rund 1.400 neuen Kunden weiter stärken. Evers erwartet auch 2010 noch Auswirkungen des konjunkturellen Abschwungs. Zudem seien Rückschläge an den Kapitalmärkten nicht auszuschließen. Im Rahmen der bewährten vorsichtigen Risikopolitik werde die Bank aber – wie bereits 2009 – ihrer Aufgabe zur Versorgung der regionalen Wirtschaft mit Kreditangeboten auch unter erschwerten Bedingungen nachkommen.

Das Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung musste sich in der ersten Jahreshälfte auf sinkende Umsätze im Markt einstellen.In der zweiten Jahreshälfte profitierte jedoch das Neugeschäft von der  Marktbelebung und von verbesserten Refinanzierungsbedingungen. Dies führte zu einem erheblichen Anstieg des kontrahierten Neugeschäfts bei gleichbleibend hohen Risikostandards. Wegen des schwachen ersten Halbjahres blieb das Neugeschäftsvolumen dennoch unter dem sehr guten Vorjahresniveau.

Der Konzern hat der weiterhin bestehenden konjunkturellen Unsicherheit mit einer entsprechend höheren Kreditrisikovorsorge Rechnung getragen.

Im Kapitalmarktgeschäft hat die Bank die positive Refinanzierungssituation genutzt und das kundenorientierte Geschäft weiter ausgebaut. Das Produkt- und Leistungsangebot wurde den veränderten Kundenbedürfnissen angepasst.   Zunehmende Bedeutung für den Konzern gewinnt die bundesweite  Zusammenarbeit mit den Sparkassen. Hier konzentriert die Bank ihre Kräfte auf Produkte und Dienstleistungen, von denen sowohl die kooperierenden Sparkassen als auch deren Kunden profitieren können.

„Alles in allem können wir mit der Entwicklung und dem vorläufigen Ergebnis für 2009 zufrieden sein. Die Bank hat ihre Expertise genutzt, ihre Stärken gezielt eingesetzt und erfolgreich gearbeitet. Das gilt für alle vier Geschäftsfelder.“

Nach den heute veröffentlichten vorläufigen Konzernzahlen nach IFRS hat die Bank das Geschäftsjahr 2009 wie folgt abgeschlossen (Vorjahreszahlen angepasst):

Der Zinsüberschuss hat sich in den Geschäftsfeldern  Firmenkunden, Immobilienfinanzierung und im Kapitalmarktgeschäft positiv entwickelt. Das Gesamtergebnis dieser Position lag mit 862 Mio. Euro dennoch erheblich unter dem Vorjahreswert (2008: 1.247 Mio. Euro). Diesem Rückgang stehen jedoch deutlich positive Zinseffekte im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten gegenüber.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde infolge des konjunkturellen Abschwungs im Jahresverlauf 2009 deutlich  angehoben. Nach Aufwendungen von 346 Mio. Euro für Neubildungen und Erträgen von 161 Mio. Euro aus Auflösungen ergab sich ein Nettoaufwand von 185 Mio. Euro (2008: 63 Mio. Euro).

Der Provisionsüberschuss verringerte sich im Vorjahresvergleich auf 262 Mio. Euro (2008: 302 Mio. Euro). Sowohl im Wertpapier- und Emissionsgeschäft als auch im Kreditgeschäft waren die Erträge infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise rückläufig und konnten auch durch deutliche Ertragssteigerungen im Kartengeschäft nicht kompensiert werden.

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten hat sich mit 478 Mio. Euro deutlich verbessert (Vorjahr: minus 344 Mio. Euro). Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten korrespondiert in erheblichem Umfang mit gegenläufigen Effekten im Zinsüberschuss.

 Im Ergebnis aus Finanzanlagen sind die Belastungen aus Wertminderungen deutlich zurückgegangen und betrugen noch minus 97 Mio. Euro (2008: minus 308 Mio. Euro).

Das sonstige betriebliche Ergebnis erreichte 41 Mio. Euro und lag damit unter dem Ergebnis des Vorjahres (2008: 139 Mio. Euro). Die Position enthält vor allem Erträge aus dem Drittgeschäft. Im vergleichsweise hohen Vorjahresergebnis waren positive Sondereffekte enthalten.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 985 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau (2008: 940 Mio. Euro).

Der Konzern hat damit im Geschäftsjahr 2009 ein vorläufiges operatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 339 Mio. Euro erwirtschaftet (2008: 9 Mio. Euro).

Das vorläufige Ergebnis nach Steuern beträgt 272 Mio. Euro (2008: 44 Mio. Euro).

Ausblick 2010

Die Unsicherheiten an den weltweiten Finanzmärkten und die noch nicht absehbaren Folgen des konjunkturellen Abschwungs erschweren eine Prognose. Die Landesbank Berlin geht jedoch davon aus, ihre positive Entwicklung im operativen Geschäft auch im Jahr 2010 fortsetzen zu können.

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