Berlin, 9. November 2009
- Konzernergebnis vor Steuern steigt auf 306 Mio. Euro
- Alle Geschäftsbereiche mit positivem Ergebnis
- Risikovorsorge auf 138 Mio. Euro deutlich angehoben
- Vorstandschef Evers erwartet zufriedenstellendes Jahresergebnis, auch unter „weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen“
Die Landesbank Berlin Holding AG hat ihr Ergebnis in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 deutlich gesteigert. Das Konzernergebnis vor Steuern erreichte 306 Mio. Euro nach 3 Mio. Euro im von der Finanzkrise stark beeinflussten Vergleichszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern stieg auf 224 Mio. Euro (minus 11 Mio. Euro).
„Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, vor allem angesichts des unverändert schwierigen Umfelds. Alle Geschäftsfelder haben ihren Teil dazu beigetragen. Das Kundengeschäft verlief weiterhin erfreulich“, sagte Dr. Johannes Evers, Vorstands-vorsitzender der Landesbank Berlin. „Die Kunden legen wieder mehr Wert auf Sicherheit und fairen Umgang. Davon und vom Vertrauen in unsere Leistungsfähigkeit konnten wir profitieren und unsere Kundenbasis weiter ausbauen.“ Die Bank werde weiterhin umsichtig agieren, so Evers weiter. Die Auswirkungen der Krise auf die Realwirtschaft dürften sich noch verstärken. Zudem seien Rückschläge an den Kapitalmärkten nicht auszuschließen. Im Rahmen der bewährten vorsichtigen Risikopolitik werde die Bank aber ihrer Aufgabe zur Versorgung der regionalen Wirtschaft mit Kreditangeboten auch unter erschwerten Bedingungen nachkommen, so Evers.
Trotz des schwierigen Umfelds und anhaltender konjunktureller Unsicherheiten erwartet die Bank für das Gesamtjahr ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis. Die Höhe einer Dividendenzahlung werde insbesondere vom Verlauf des vierten Quartals und von gegebenenfalls höheren Anforderungen an die Eigenkapitalquoten abhängen.
Wichtige Komponenten der Ertragsentwicklung zum 30.09.2009 nach IFRS:
Wie bereits zum Halbjahr hat jedes der operativen Segmente zum positiven Verlauf beigetragen. Die Geschäftsfelder Private Kunden, Firmenkunden, Immobilien-finanzierung und das Kapitalmarktgeschäft erreichten im Zinsüberschuss eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresergebnis. Das Gesamtergebnis in dieser Position lag mit 674 Mio. Euro dennoch unter dem sehr guten Vorjahreswert von 878 Mio. Euro. Diesem Rückgang stehen jedoch deutlich positive Effekte im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten gegenüber.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde aufgrund der verschlechterten Situation der Unternehmen deutlich angehoben. Einer Neubildung in Höhe von 261 Mio. Euro standen Auflösungen von 123 Mio. Euro gegenüber, so dass der Risikovorsorge netto 138 Mio. Euro zugeführt wurden (Vorjahr: 13 Mio. Euro).
Der Provisionsüberschuss ging auf 189 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 235 Mio. Euro). Hier spiegeln sich die infolge der Finanzmarktkrise gesunkenen Erträge im Wertpapier- und Emissionsgeschäft sowie im Kreditgeschäft wider.
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten hat sich mit 387 Mio. Euro deutlich verbessert (Vorjahr: minus 228 Mio. Euro). Besonders erfreulich ist der Anstieg im Ergebnis der Handelskategorie (Held-for-Trading) auf 512 Mio. Euro (Vorjahr: minus 259 Mio. Euro). Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten korrespondiert in erheblichem Umfang mit gegenläufigen Effekten im Zinsüberschuss.
Im Ergebnis aus Finanzanlagen sind die Belastungen aus Wertminderungen deutlich zurückgegangen. Dieser Wert erreichte minus 84 Mio. Euro (Vorjahr: minus 252 Mio. Euro).
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen betrug minus 2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 12 Mio. Euro).
Das sonstige betriebliche Ergebnis blieb mit 29 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 75 Mio. Euro). Im Vorjahresergebnis waren 40 Mio. Euro Sondereffekte enthalten.
Die Verwaltungsaufwendungen betrugen 726 Mio. Euro (Vorjahr: 697 Mio. Euro). Hier schlagen sich unter anderem die Tariferhöhung im Bankgewerbe sowie Kosten für Vertriebsaktivitäten im Retailgeschäft nieder.
Insgesamt erzielte der Konzern ein operatives Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Höhe von 306 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthielten neben tatsächlichen Steuern (27 Mio. Euro) auch Aufwendungen aus latenten Steuern (55 Mio. Euro).
Insgesamt ergibt sich ein Konzernüberschuss von 224 Mio. Euro (Vorjahr: minus 11 Mio. Euro).
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Landesbank Berlin Holding AG legt Zwischenbericht zum 30.09.2009 vor Größe 28 KB |